Zu Ihrer Information

Ein neues Zeckenmittel ist auf den Markt gekommen, welches 3 Monate Schutz vor Zecken verspricht. Es ist eine Tablette, die dem Hund gefüttert wird. Markenname ist Bravecto.

Wir möchten ausdrücklich davon abraten, diese Tablette Windhunden zu verabreichen. Aufgrund der im Verhältnis zu anderen Rassen geringen Fettgewebemenge unserer Hunde würden Leber und Niere unverhältnismäßig belastet.

Mehr Information finden Sie hier: http://www.hunde-ratgeber.eu/neues-zeckenmittel.html

 

Der Afghane

Allgemeines

Zunächst fällt seine außergewöhnliche Behaarung auf, die den Eindruck entstehen lässt, dass er lange Hosen trägt. Seine Haare sind fein und lang, beim Junghund wollig und kurz. Nur Fang, Rücken und Oberseite der Rute sind beim erwachsenen Hund kurz und glatt behaart. Er ist stolz und zeigt das auch durch die Haltung seines Kopfes, selbstbewusst und zurückhaltend gegenüber Fremden, aber oftmals auch ausgesprochen neugierig.

Hochläufig wie alle Windhunde, hat er einen schlanken, kraftvollen Körperbau mit quadratischen Umrisslinien und einen ausdrucksvollen, eher schmalen Kopf mit kräftigen Kiefern. Er steht auf auffallend großen Pfoten. Auffallend ist auch seine Rute, eher schwach behaart und mit einem Ringel am Ende, die er, wenn er sich bewegt, genau wie seinen Kopf stolz erhoben trägt.

Temperament

Seinen Charakter brechen heißt seinen Stolz brechen, und dieser würdevolle Stolz macht seinen Charme aus.

So anhänglich und liebevoll er ist, so eng verbunden seinen Menschen, er ist ein Jagdhund! Die Jagdleidenschaft ist ein ererbtes, wesentliches Merkmal seines Charakters und gehört zu ihm wie seine Eigenwilligkeit. Man muss damit rechnen und sich damit abfinden, wenn man ihn als Hausgenossen erwählt.

Aus der gleichen Seite seines Charakters entwickelt er Eigenschaften, die ihn im Zusammenleben besonders liebenswert machen: Seinen Stolz, sein würdevolles Wesen, sein ruhiges, angenehmes Verhalten innerhalb von Haus und Familie. Er liebt seine Menschen sehr und ist geduldig, besonders liebt er Kinder und ist überall glücklich, wenn er dabei sein darf. Nur in engem Kontakt mit seinen Menschen lässt er den besonderen Reiz seines Wesens erkennen. Daraus versteht sich von selbst, dass er nicht im Zwinger gehalten werden sollte, jedenfalls auf keinen Fall überwiegend. Er ist klug und manchmal ausgesprochen clever, so dass es passieren kann, dass er seine Menschen austrickst. Er lernt sehr schnell, wenn es ihn interessiert und er hat ein unglaubliches Gedächtnis.  

Pflege 

Natürlich liegt es auf der Hand, dass ein Hund mit langem, feinem Haar besonderer, sehr aufwendiger Pflege bedarf. Das bedeutet aber nicht, dass er jede Woche in die Badewanne muss! Bei guter, artgerechter Fütterung reicht für einen Hund, der nicht ausgestellt wird, gründliches Bürsten, am besten zwei mal pro Woche. Die Krallen wird sich ein Hund mit normaler Bewegung von selbst ablaufen, sie bedürfen also kaum besonderer Beachtung. Die Ohren sollte man regelmäßig kontrollieren und von Zeit zu Zeit mit einem entsprechenden Präparat säubern, damit sich keine Entzündungen bilden. Beachtung muss man den Zähnen schenken, da manche Hunde zu Zahnstein neigen. Zu erwähnen ist noch, dass er nicht den typischen Hundegeruch hat und dass sich das Haaren in der Wohnung sehr in Grenzen hält.


Der Saluki

Geschichte

Uralt wie die Geschichte des Orients ist die Geschichte des Saluki. Seit Jahrtausenden ist sein Typ in unveränderter Form bekannt. Auf antiken Skulpturen und Abbildungen ist er immer wieder zu finden, so zum Beispiel auf den Grabmälern von Hierakonpolis, die auf das Jahr 3600 v. Chr. zurückgehen.

Später findet man auch immer wieder Abbildungen, so z.B. auf dem Alexander Sarkophag oder in der Vatikanischen Sammlung, die darauf hindeuten, welch großer Beliebtheit sich der Saluki durch die Jahrtausende erfreut hat. Da die Wüstenstämme ein Nomadenleben führten, erstreckt sich das Verbreitungsgebiet des Salukis über ein riesiges Areal und schließt die Türkei, Iran, Irak, Saudi-Arabien und Syrien mit ein.

Jahrtausende lang war der Saluki ein unentbehrlicher und hochgeschätzter Jagdgehilfe der Nomaden, die ihm stets alle Liebe und Fürsorge entgegenbrachten und meist auch das Lager mit ihm teilten. Die Welpen und Jungtiere wurden von den Frauen des Stammes großgezogen. Bei der Jagd wurde der Saluki mit in den Sattel genommen, um dann, wenn das flüchtige Wild durch den Falken erspäht worden war, ausgeruht der Beute folgen zu können.

Temperament

Wie alle anderen Windhundrassen ist der Saluki sehr bewegungsfreudig und liebt über alles das freie Laufen, das ihm wegen seiner Schnelligkeit und der Gefahr durch Straßenverkehr, Zäunen etc. in der heutigen Zeit nicht immer gewährt werden kann. Einen artgerechten Auslauf findet er daher auf der Rennbahn und dem Coursinggelände, das sich steigender Beliebtheit erfreut, da Salukis im Gegensatz zu manch anderer Windhundrasse keine Gruppen-, sondern Einzeljäger sind. Da das Training auf der Rennbahn und auf dem Coursinggelände nur an Wochenenden und zwischen April und Oktober stattfindet, bietet sich für den erwachsenen Saluki in der übrigen Zeit das angeleinte Laufen am Fahrrad an. Noch größere Freude bereiten Sie sich und Ihrem Saluki, wenn er sich frei am Strand oder in größeren eingezäunten Wiesen austoben kann, am liebsten natürlich zusammen mit einem anderen Saluki.

Pflege

Am Körper ist er kurzhaarig, lediglich die befederten Salukis haben im Gegensatz zu den Kurzhaar-Salukis an den Ohren, den Läufen und an der Rute längere Haare. Für die Pflege der kurzen Haare eignet sich ein Gummi-Noppenhandschuh, für die längeren Haare ein Metallkamm

Form und Funktion

Faszinierendes und hervorstechendes Merkmal dieser Rasse ist die überaus große Typen- und Farbenvielfalt, die sich durch das riesige Verbreitungsgebiet in den Ursprungsländern erklärt.

Sein Charme, seine Sanftmut und Feinnervigkeit, seine Sensibilität, Anpassungsfähigkeit und Intelligenz erschließen sich jedoch nur dem Menschen, der bereit und fähig ist, auf ihn einzugehen und ihn in jeder Hinsicht zu akzeptieren. Der Saluki kennt keinen hündischen Gehorsam. Man muss ihn mit viel Liebe, Beobachtungsgabe und Konsequenz erziehen. Mit Härte oder Strenge, wie sie bei manch anderen Rassen für die Erziehung notwendig ist, erzielt man beim Saluki keine Erfolge. Dadurch würde vielmehr das Vertrauensverhältnis - möglicherweise für immer - zwischen Mensch und Hund empfindlich gestört.

Der Saluki entfaltet sein Wesen nur dann, wenn er am Leben seiner Familie voll und ganz teilnehmen kann. Dennoch wäre die Anschaffung eines Saluki als „Spielhund“ für Kinder eine Fehlentscheidung - sowohl für die Kinder als auch für den Saluki.